Mit drei spannenden Fragen im Gepäck machte ich mich auf den Weg zur diesjährigen lernOS-Convention in Nürnberg. Zwei intensive Tage voller Impulse, Experimente und Gespräche haben nicht nur einige Antworten, sondern auch neue Fragen hervorgebracht. Hier sind meine persönlichen Highlights und Erkenntnisse.
Wissen bleibt lebendig, wenn es zirkuliert
Eines der beeindruckendsten Beispiele dafür lieferte der aufgezeigte KI-Workflow der #loscon25: Transkripte werden durch KI in strukturierte Zusammenfassungen umgewandelt, anschließend als Markdown ausgegeben und stehen danach zur offenen Nutzung bereit (lernOS Convention 2025 Dokumentation). Für mich ein Paradebeispiel für echte lernende Systeme: Wissen wird nicht nur gesammelt, sondern in eine Form gebracht, die Anschlussmöglichkeiten und Weiterentwicklung erlaubt – und ganz nebenbei spart das auch enorm Zeit.
Teams wachsen durch Reflexion und Verantwortung!
Was brauchen Teams, um sich stetig weiterzuentwickeln, auch ohne große Budgets oder teure Tools? Die Antwort zog sich wie ein roter Faden durch zahlreiche Sessions. Ob im Lightning Talk zum „6K-Modell“ (Danke an Oliver Fischer), bei Peer-Learning-Beiträgen (besonders inspirierend: Simon Dückert und Christian Kaiser) oder den Einblicken ins „Second Brain Gap“ (Andreas Trebing und Felix Harling): Immer wieder wurde betont, wie entscheidend Verbindung, Kontext und Raum für gemeinsames Lernen sind.
Komplexität verständlich machen!
Ein großes Thema war, wie erklärungsbedürftige Inhalte so vermittelt werden können, dass sie wirklich bei den Nutzenden ankommen. Sei es in der Lessons-Learned-Session von Victoria Köstner oder beim spannenden Beitrag zu KI-gestützter Kommunikation („Sprechen wir dann alle wie Roboter?“, Daniel Prial): Immer wieder zeigte sich, wie wichtig Narrative und partizipative Ansätze sind, um komplexe Themen zugänglich zu machen. Diese Impulse nehme ich definitiv mit in meine Arbeit – besonders im Hinblick darauf, wie KI selbst diesen Prozess unterstützen kann.
Perspektiven, die bleiben
Ein besonderes Highlight war der Fokus auf zentrale, oft vernachlässigte Themen wie AI-Safety (Dr. Bettina Laugwitz) und Datensouveränität (Harald Schirmer). Gerade in der aktuellen KI-Euphorie gehen diese wichtigen Perspektiven manchmal unter – umso schöner war es, sie in Nürnberg in prominenten Beiträgen präsent zu sehen.
Meine persönlichen nächsten Schritte
Nach der #loscon25 gibt es für mich viel zu tun:
- Den lernOS Leitfaden Podcasting starten.
- Mein Second Brain upgraden, um Wissensarbeit effizienter zu gestalten.
- Erste Gehversuche mit KI-Agenten wagen.
- Und den Lerncircle zu Integraler Organisationsentwicklung starten, da uns vor Ort dafür leider die Zeit fehlte.
Die #loscon25 war für mich weit mehr als „nur“ eine Konferenz, sie war ein Resonanzraum für Innovation, Austausch und gemeinsames Lernen – perfekt hybrid, praxisnah und voller Energie. Mein Dank geht an das gesamte Orga-Team, alle Mitwirkenden auf und neben der Bühne und die vielen Mitlernenden.
Ich freue mich schon auf nächstes Jahr und bin gespannt, wie weit ich mit den einzelnen Projekten bis dahin gekommen bin.
